Das Infopartal der Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra, Fragen? Rufen Sie uns an unter 036922 33-0 Dankmarshausen, Blick auf die Kirche von den WerrawiesenDippach, das Schloss, ein sehr schönes Fachwerkgebäude, heute Grundschule und Kindertagesstätte Großensee, die Kirche mit Kirchvorplatz und Tanzlinde

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Stadtteil: Herda mit Hausbreitenbach

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Chronik

Das Dorf Herda wurde 1244 nachweisbar zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Dietrich von Herda als Zeuge in einer Übereignungsurkunde des Abtes von Hersfeld genannt wird.

Herda kann aber vermutlich auf eine eineinhalbtausendjährige Geschichte zurückblicken. Nach dem Heimatforscher Volland liegt seine Gründung in der ersten germanischen Siedlungsperiode 300 bis 500 unserer Zeitrechnung.

Wahrscheinlich befand sich schon im 3. bis 2. Jahrhundert vor der Zeitrechnung auf dem Kies eine Keltensiedlung. Durch Feldlese wurden einige Graphitscherben dort gefunden, die für diese Zeit charakteristisch sind.

Herda lag an der mittelalterlichen Handelsstraße zwischen Frankfurt und Leipzig, der „Kurzen Hessen“. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde diese auch von Napoleon für seine Märsche nach Russland genutzt, ebenso führte seine Flucht nach der Völkerschlacht bei Leipzig über diese Straße. Seinen Namen soll das Dorf nach der Göttin Hoereda bekommen haben, deren Abbild auf dem „Heiligenrasen“ gestanden haben soll.

Die bekannteste Persönlichkeit Herdas ist neben den Herren von Herda der Täufer Fritz Erbe, der wegen seiner unbeirrbaren Haltung im Sinne der Täuferlehre von 1533 bis 1548 in Gefängnissen in einem Eisenacher Stadtturm und im Südturm der Wartburg bis zu seinem Tode leiden musste.

Hausbreitenbach wurde im Mittelalter auch Breitenbach, Bretinbach oder Breytenbach genannt. Später hieß es Burgbreitenbach und 1544 Hausbreitenbach. Dieses Dorf wurde schon 1160 in einem Güterverzeichnis des Benediktinerklosters auf dem Frauenberg bei Fulda genannt.

Das Leben in beiden Dörfern wurde bis in das vorige Jahrhundert hinein durch das Vorhandensein mehrerer Güter geprägt. Der vorherrschende Handwerkszweig war zu dieser Zeit die Leinweberei. Ein Reichtum wollte bei den von den Gütern abhängigen Einwohnern nie aufkommen. Ein Ausdruck für ihre Armut war der in der ganzen Umgegend bekannte Spottvers:

Wer sich will in Heer ernähr,
der muss schlö (Schlagen) Wachollerbeer,
muss Bäsen (Besen) beng un Katzen sching (das Fell abziehen)
un die Schuh mit Struhseiler (Strohseile) bing (binden).

Beide Orte gehörten bis zum Ende der Ämterverfassung mit den Orten Berka, Wünschensuhl, Horschlitt, Fernbreitenbach, Gospenroda, Dippach, die Höhe Kratzeroda, Dietrichsberg und Rengers zum Amt Hausbreitenbach, welches sowohl dem Kurfürsten von Sachsen wie auch dem Landgrafen von Hessen gehörte.

Der Sitz der beiden Amtsvögte war Hausbreitenbach (später Gerstungen) und Berka.

Bis 1893 war Hausbreitenbach nach Berka eingepfarrt und auch die Schulkinder besuchten die Schule dort. Erst danach kamen diese nach Herda und die Herdaer Kirche war für Hausbreitenbach zuständig. Am 1. Juli 1946 wurde Hausbreitenbach nach Herda eingemeindet.

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Fakten und Zahlen:

Einwohner insgesamt: 736
davon: 
männlich: 377
weiblich:  359

Gemarkung Herda:
Gesamtfläche: 772,71 Hektar
davon: 
Gebäude- u. Freiflächen: 24,95 Hektar
Landwirtschaftsflächen: 642,50 Hektar
Waldflächen: 21,58 Hektar

Gemarkung Hausbreitenbach:
Gesamtfläche: 220,66 Hektar
davon: 
Gebäude- u. Freiflächen: 11,64 Hektar
Landwirtschaftsflächen:190,50 Hektar
Waldflächen: 3,80 Hektar

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Ortsteilbürgermeister:

Herr Lutz Bartholme
Sprechstunde des Ortsteilbürgermeisters:
Montag 17:30-18:30 Uhr

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Mitglieder des Ortsteilrates:

- Elke Gliem
-Maik Margraf
-Jochen Richter
-Klaus-Dieter Rosenstock
-Holger Schrön
-Bernd Weißenborn

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Foto mit Blick auf das Gebiet "Im Schönsichtsgraben"

"Im Schönsichtsgraben"

Foto vom Gasthof "Zur Kastanie"

Gasthof "Zur Kastanie"

Brunnen in Hausbreitenbach

Brunnen in Hausbreitenbach