Das Infopartal der Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra, Fragen? Rufen Sie uns an unter 036922 33-0 Berka/Werra, das Untertor – ein Wahrzeichen der Stadt Dankmarshausen, Blick auf die Kirche von den WerrawiesenDippach, das Schloss, ein sehr schönes Fachwerkgebäude, heute Grundschule und Kindertagesstätte Großensee, die Kirche mit Kirchvorplatz und Tanzlinde

Navigation
 Über uns
 Mitgliedsgemeinden
 Ämter
 Forst
      Allgemeines
      Aktuelles
      Berka-Werra
      Dankmarshausen
      Dippach
      Gro├čensee
 Bürgerservice
 Aktuelles
 Kontakt / Öffnungszeiten
 Impressum

ThueFo_Marke_2013_rgb

 

 

Der Kommunalwald Berka / Werra

 

1. Lage des Forstbetriebes

Der Kommunalwald Berka liegt im Gebiet des Berka - Gerstunger Beckens und grenzt im Süden an die Ausläufer der Vorderrhön, im Südwesten an den Seulingswald, im Osten an die Ausläufer des Thüringer Waldes und im Norden an das Richelsdorfer Gebirge.

Der Wald besteht aus einem langgestreckten, geschlosseneren Waldteil zwischen Wünschen-suhl und Gospenroda und vier großen Einzellagen inmitten landwirtschaftlicher Offenländer.

Die vertikale Gliederung reicht von 200 m über NN bis auf 390 m über NN.

Wie der Karte zu entnehmen ist, setzt sich die gesamte Waldfläche von ca. 715 ha aus Waldgrundstücken in mehreren Gemarkungen zusammen. Die Erschließungssituation in den größeren Waldkomplexen ist als überwiegend gut einzuschätzen. Teilweise erschweren ungünstige Geländeverhältnisse die Bewirtschaftung der Waldbestände.

Lagekarte
Lagekarte VG

2. Standortsverhältnisse

Die zerstreute Lage der einzelnen Waldflächen drückt sich ebenfalls in der Zuordnung zu 3 verschiedenen Wuchsbezirken aus.

Werra-Bergland
Seulingswald
Westthüringischer Buntsandstein
241,19 ha
53,77 ha
370,94 ha

 Die Bestände des Stadtwaldes Berka/Werra stocken zu fast 100 % auf Standorten mit mittlerer Nährkraftversorgung.

3. Hauptbaumarten

Die im Kommunalwald vorkommenden Hauptbaumarten sind Kiefer und  Fichte, stellenweise gemischt mit  Buche. Der Laubholzanteil hat sich in Bezug auf die letzte Forsteinrichtungs-periode ( 2002-2011 ) um 5 % erhöht. Die potentielle natürliche Vegetation auf den meisten Standorten ist der Hainsimsen-Buchenwald.
Die reellen Baumartenanteile stellen sich wie folgt dar:

                       

Der durchschnittliche Holzvorrat liegt bei 277 Vorratsfestmetern und bewegt sich damit etwas unter dem Durchschnitt Thüringens. Langfristig sollte dieser gesteigert werden. Dabei wird gleichzeitig eine günstigere Vorratsverteilung angestrebt. Das bedeutet, in den jüngeren Durchforstungsbeständen durch geeignete Pflegemaßnahmen den Vorrat anzureichern, während dieser in den Altholzkomplexen ( vornehmlich bei der geharzten Kiefer ) sukzessive abgesenkt werden muss.
Aufgrund der Einzelplanung für jeden Bestand ist für die Flächen des Kommunalwaldes ein Hiebssatz von insgesamt 6,0  Erntefestmetern pro Jahr und Hektar ermittelt worden. Diese Holzmenge setzt sich aus vermarktungsfähigen Sortimenten und dem sogenannten „nicht verwertbaren Derbholz“ zusammen. Der laufende jährliche Zuwachs liegt mit 7,1 Efm / ha und Jahr höher.

4. Altersklassenverteilung der Waldbestände

Die Grafik zeigt, dass die Altersstruktur flächenmäßig ausgeglichen ist. Ein deutlicher Überhang an Altvorräten in der VII. bis VIII. Altersklasse ( 140 – 160 Jahre)  ist speziell bei der Kiefer und Buche erkennbar.

5. Waldfunktionen

Neben der Nutzfunktion erfüllt der Wald der Stadt Berka unter anderem folgende Funktionen mit erheblichen Flächenanteilen:

  • Trinkwasserschutzgebiet
  • FFH-Gebiet
  • Klimaschutzwald
  • Bodenschutzwald

6. Zielstellung der Bewirtschaftung

Die Bewirtschaftungsziele werden grundsätzlich vom Eigentümer der Waldflächen bestimmt. Er entscheidet, welche Waldfunktionen bei den betreffenden Waldbeständen im Vordergrund stehen. Im Rahmen der Beförsterung durch das staatliche Forstamt und der Erstellung der Forsteinrichtung entsprechend des ThürWaldG werden hierzu Vorschläge gemacht. Bei der vorliegenden Forsteinrichtung (Planung der forstlichen Bewirtschaftung für die nächsten 10 Jahre) mit Stichtag 01.01.2014 hat der Stadtrat der Stadt Berka/Werra mitgewirkt und das Planungsdokument als Grundlage für die laufende Bewirtschaftung bestätigt.

Die wichtigsten Bewirtschaftungsziele sind:

  1. Dauerwaldartige Bewirtschaftung, dabei maximale Ausnutzung natürlicher Prozesse
  2. Umwandlung unstandortsgemäßer Fichten-und Kiefernbestände in Mischbestände (Waldumbau)
  3. Streckung des Verjüngungszeitraumes, dadurch Überführung in strukturierte Bestände
  4. Bewirtschaftung des gesamten Kommunalwaldes mit positivem Betriebsergebnis
  5. Berücksichtigung der Naturschutzbelange